Newsletter #1

Kompetenzverbund Antisemitismus
Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleg:innen,

wir freuen uns, Ihnen den ersten Newsletter des Kompetenzverbundes Antisemitismus Nordrhein-Westfalen zusenden zu können. Der Kompetenzverbund Antisemitismus ist ein Zusammenschluss verschiedener Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit und Integrationsagenturen. Mit unserem Newsletter möchten wir Sie und euch regelmäßig über die Arbeit des Kompetenzverbundes informieren. Zum Start stellen sich der Kompetenzverbund und die beteiligten Institutionen vor und berichten über aktuelle Projekte und Veranstaltungen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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Inhalt
Der Kompetenzverbund Antisemitismus stellt sich vor

Der Kompetenzverbund Antisemitismus der Integrationsagenturen und Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit in Nordrhein-Westfalen hat sich zusammengeschlossen, um den Kampf gegen Antisemitismus zu stärken. Die Vernetzung soll dazu dienen, antisemitismuskritische Präventions- und Bildungsarbeit auszubauen und die Unterstützung für Betroffene von Antisemitismus zu verbessern. Als Zusammenschluss verschiedener Antidiskriminierungsstellen möchten wir Kooperationen und Wissensaustausch fördern, um die Arbeit der Servicestellen und Integrationsagenturen zukünftig gemeinsam zu gestalten.Der Kompetenzverbund Antisemitismus  NRW ist ein Zusammenschluss von vier Institutionen: SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus) in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, ADIRA (Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus) in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Dortmund, der Integrationsagentur ZIVA (Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus) in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen sowie der Integrationsagentur in Trägerschaft der Synagogengemeinde Köln.

Um Antisemitismus und Diskriminierung effektiv zu bekämpfen und vorhandene Ressourcen erfolgreich nutzen zu können, planen wir gemeinsame Fortbildungen zum Ausbau der Fachexpertise, gemeinsame Fachveranstaltungen, um Wissen weiterzugeben und einen engen Austausch innerhalb des  Kompetenzverbundes, damit Betroffene von Antisemitismus in NRW bestmöglich beraten werden können. Die landesweite sowie kommunale Netzwerk- und Gremienarbeit soll weiter ausgebaut werden, um auch hier die spezifische Expertise zu allen Formen von Antisemitismus zur Verfügung stellen zu können. Im Rahmen unserer Kooperation möchten wir zukünftig auch geeignete Best-Practice-Konzepte zur Bekämpfung von Antisemitismus ausarbeiten.  

Zur besseren Vernetzung der Akteur:innen und Projekte zur Antisemitismusbekämpfung und um doppelte Strukturen zu vermeiden, plant der Kompetenzverbund Antisemitismus ein halbjährliches landesweites Vernetzungstreffen mit Kooperationspartner:innen, Betroffenengruppen sowie bundesweiten Expert:innen. Diese werden abwechselnd in Düsseldorf und Dortmund stattfinden. 
Vorstellung der Mitglieder des Kompetenzverbundes

ADIRA

ADIRA (Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus) ist eine Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Dortmund und besteht seit Oktober 2020. ADIRA berät Betroffene von Diskriminierung und unterstützt bei Bewältigungsstrategien. Schwerpunkt ist die Beratung bei antisemitischen Vorfällen, hier berät ADIRA auch westfalenweit. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und bei Bedarf aufsuchend. Für Schulen, soziale Einrichtungen und Behörden bietet ADIRA zudem Fachberatung an, bspw. anlassbezogen bei antisemitischen Vorfällen oder bei der präventiven oder reaktiven Umsetzung von Antidiskriminierungskonzepten. Darüber hinaus ist die Servicestelle für Workshops sowie Fortbildungen zum Thema Antisemitismus  für Schulklassen, Lehrer:innen und pädagogische Fachkräfte ansprechbar. An ADIRA können zudem antisemitische Vorfälle in der Region Westfalen-Lippe gemeldet werden.

Webseite | kontakt@adira-nrw.de

Integrationsagentur der Synagogengemeinde Köln

Die Integrationsagentur der Synagogen-Gemeinde Köln hat die Verbesserung der Integrationschancen von Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion sowie die Partizipation der Migrant:innen in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens zum Ziel. Die Integrationsagentur soll auf struktureller Ebene Beiträge für eine wirksame Integrationsarbeit moderieren. Die vor Ort befindlichen Akteur:innen, Einrichtungen, Dienste und Institutionen sollen aktiviert, zusammengeführt und im Prozess der interkulturellen Öffnung ihrer Angebote für die Zugewanderten unterstützt werden. Die Integrationsagentur arbeitet zu vier Schwerpunkten. 
  • Antidiskriminierungsarbeit: Ein wichtiger Schwerpunkt ist präventive Maßnahmen gegen Antisemitismus. Wir bieten Projektwochen in den Schulen, Tagungen, Seminare, Workshops für die verschiedenen Zielgruppen zu den Themen „Judentum“, „Antisemitismus“, „Jüdische Zuwanderer:innen in Deutschland“, „Stereotypen und Vorurteile“, „Interkulturelles Training“ an. Bei antisemitischen Vorfällen unterstützt die Integrationsagentur und vermittelt Beratungsmöglichkeiten.
  • Sozialraumorientierte Arbeit
  • Bürgerschaftliche Engagement
  • Interkulturelle Öffnung

Website | bgz-porz@sgk.de

SABRA

SABRA – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus ist 2017 durch die Jüdische Gemeinde Düsseldorf als Reaktion auf antisemitische Vorfälle an Düsseldorfer Schulen gegründet worden. Seitdem bietet das Team Einzelfallberatung bei Fällen von Antisemitismus und rassistischer Diskriminierung an. Weiterhin leistet SABRA umfangreiche Präventions- und Bildungsarbeit zum Themenschwerpunkt Antisemitismus, z.B. in Form von Vorträgen, Fachtagungen und Fortbildungen für Lehrkräfte und Multiplikator:innen. Darüber hinaus arbeitet SABRA in verschiedenen lokalen, landes- und bundesweiten Netzwerken mit. SABRA ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) und bietet die Möglichkeit, antisemitische Vorfälle zu melden und zu dokumentieren.

Webseite | sabra@jgdus.de

ZIVA

Pünktlich zu Chanukka hat die Integrationsagentur der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen ihre Arbeit aufgenommen. Künftig sind Marie Zielinski und Justin Mantoan Ansprechpartner:innen für Menschen, die sich aktiv gegen Diskriminierung, insbesondere Antisemitismus einsetzen wollen. Passend dazu hat sich die Integrationsagentur einen eigenen Namen gegeben: ZIVA. Das steht für „Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus". Die Angebote der Integrationsagentur sind breit gefächert, vom Workshop mit Schulklassen, in Betrieben und Vereinen über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Corona-kompatiblen Online-Führungen durch Bochum, den StattFührungen, ist alles dabei, was den hilft, Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen zu bekämpfen. Mit ihrer Arbeit will die Integrationsagentur ZIVA dafür sorgen, dass die Menschen mehr über die 1.700-jährige Geschichte des Judentums in Deutschland erfahren, um zu bemerken, dass dies einfach zusammengehört. Daher liegt der Fokus der Integrations- und Antidiskriminierungsagentur ZIVA darauf, für eine offene, bunte Gesellschaft einzutreten, in der Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung keinen Platz haben. Neben Öffentlichkeitsarbeit zu diesen Themen sollen Workshops und Seminarangebote für Schulen und Kitas stattfinden und Multiplikator*innen ausgebildet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich Betriebe und Vereine zu dem Thema Antisemitismus weiterbilden oder sich mit ihrer eigenen Geschichte in der NS-Zeit auseinandersetzen.

Website
j.mantoan@jg-bochum.de
m.zielinski@jg-bochum.de
Aktuelles aus dem Kompetenzverbund
SABRA: MALMAD - Virtueller Methodenkoffer gegen Antisemitismus

MALMAD ist ein virtueller Methodenkoffer gegen Antisemitismus und unterstützt schulische wie außerschulische Bildner:innen methodisch in ihrer Arbeit zur antisemitismuskritischen Bildung. Dafür stellt MALMAD sowohl Hintergrundinformationen zu den Bereichen Judentum, Israel, Antisemitismus sowie Demokratie und Menschenrechte zur Verfügung, als auch gesammelte und eigens entwickelte Methoden, die zuvor praktisch geprüft und evaluiert wurden. Teil des Methodenkoffers sind außerdem Verweise auf mögliche Exkursionsorte und weitere Bildungspartner*innen. MALMAD ist ein Projekt von SABRA NRW und wird durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) gefördert. Der Charakter von MALMAD ist in seiner Form einzigartig und zeichnet sich vor allem durch eine stetige Evaluation und die Erweiterung durch neue Ansätze und Methoden aus.

https://malmad.de/ | sabra.malmad@jgdus.de

Presseberichte:
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/malmad-zeigt-vielfalt/
https://www.akduell.de/home/gesellschaft/den-kampf-gegen-antisemitismus-schulen-staerken
ZIVA: Projekt ‚Achtung: Vielfalt!‘ 

ZIVA hat mit Unterstützung der jüdischen Kita Sternenhügel und gefördert durch Demokratie leben! das Projekt ‚Achtung: Vielfalt‘ ins Leben gerufen. Das Projekt richtet sich an alle interessierten Kitas in Bochum.  Kinder ab 4 Jahren können sich in drei kleinen Workshopeinheiten mit dem Themenfeld ‚Vielfalt‘ auseinandersetzen. Sockenpuppen, kleine Geschichten und viele Spiele bieten dabei einen kindgerechten und spielerischen Zugang. Am Ende werden die Kinder dazu angeregt, sich ein ‚nettes Projekt‘ zu überlegen, bei dem sie sich für andere Menschen und ein gutes Zusammenleben stark machen: von Müll sammeln für eine schöne Nachbarschaft oder Malen eines Bildes für den Frieden bleibt der Fantasie der Kinder alles offen. Unterstützt wird das Projekt durch eine Broschüre, in der die Erzieher*innen sowohl Informationen zum Themenkomplex Inklusion und Diversity als auch zur vorurteilsbewussten Erziehung bekommen. Zudem werden ihnen immer wieder kleine Denkanstöße und Reflexionsmöglichkeiten geboten, sodass ganzheitlich mit dem System Kita gearbeitet wird.

Für nähere Informationen zu dem Projekt ‚Achtung: Vielfalt‘ wenden Sie sich gerne an Marie Zielinski (m.zielinski@jg-bochum.de).
ZIVA:  BOtschafter*innen gegen Antisemtismus an Bochumer Schulen

ZIVA startet in diesem Jahr ein durch das Bundesprogramm Demokratie leben! geförderte Projekt ‚BOtschafter*innen gegen Antisemitismus‘. Das sich konkret an Bochumer Schülerinnen und Schüler von der Sekundarstufe I ab der achten Klasse bis zur Sekundarstufe II richtende Projekt besteht aus verschiedenen Workshops zu unterschiedlichen Schwerpunkten, immer jedoch zur Thematik Antisemitismus. Die teilnehmenden Schüler*innen werden in fünf verschiedenen Workshops nicht nur viel über Antisemitismus erfahren und lernen, wie man sich aktiv gegen antisemitischen Hass und für eine pluralistische Gesellschaft einsetzt, sondern auch einen bisher unbekannten Blick auf das Judentum und die jüdische Geschichte und Kultur in Bochum werfen können. Um dies zu ermöglichen, sind die Workshops in verschiedene Themen aufgeteilt worden. Während der erste Workshop sich primär mit dem Kennenlernen des Judentums und der Geschichte der Bochumer Jüdinnen und Juden auseinander setzt, werden in den darauf folgenden Workshops verschiedene Facetten des Antisemitismus, von seiner historischen Genese bis hin zu morderen Formen der Feindschaft gegenüber Menschen jüdischen Glaubens thematisiert.

Um das erlernte Wissen auch zur Anwendung zu bringen, ist außerdem ein Argumentationstraining Teil des Programms. Darüber hinaus werden die teilnehmenden Schüler*innen eigenständig parallel ein Projekt zu den Themen Judentum bzw. Antisemitismus erarbeiten. Hierfür werden sie von den Mitarbeiter*innen der Integrationsagentur ZIVA fachlich und methodisch unterstützt.
Veranstaltungshinweise
Antisemitismus im Fußball

Online-Vortrag, 17. März 2021 um 19.04 Uhr

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus in Gelsenkirchen veranstaltet der FC Schalke 04 mit seiner Abteilung Fanbelange, Schalke hilft!, dem Schalker Fanprojekt und der LAG Fanprojekte einen Online-Vortrag zu Antisemitismus im Fußball.
2021 ist das Jahr, in dem 1.700 Jahre jüdisches Leben in Gelsenkirchen gefeiert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus ist aktueller denn je. Ein gesellschaftlich eindeutig zu verzeichnendem Rechtsruck geht u.a. mit der Verbreitung antisemitischer Ressentiments einher. Menschenverachtende Rhetoriken finden vermehrt Zustimmung und vor allem eine deutlich offenere Verwendung. Diese Entwicklung äußert sich im Fußballumfeld in bekannten und neuen Erscheinungsformen, bei Zusammenkünften aber auch im Internet werden antisemitische Ressentiments bedient, nicht zuletzt durch die offene Verwendung von Symbolen, Codes und der Verwendung der Fahne des deutschen Reiches.

Antisemitismus hat auch im Fußball eine lange Geschichte. Diese sowie verschiedenartige Erscheinungsformen werden in einem einstündigen Vortrag vorgestellt und im Anschluss diskutiert. Referent Micha Neumann ist Sozialpädagoge und arbeitet bei ADIRA, einer Beratungsstelle für Betroffene antisemitischer Diskriminierung.

Interessierte können sich unter fanbelange@schalke04.de zum Online-Vortrag anmelden. Die Abteilung Fanbelange meldet sich dann kurz vor der Veranstaltung mit dem Einwähllink.
Wie weiter im Kampf gegen Antisemitismus im Fußball?

Online-Veranstaltung via Zoom, 18. März 2021 von 18.30 bis 20.00Uhr

“Darf nicht das Ende, sondern muss der Anfang sein” – Nach der Annahme der IHRA-Arbeitsdefinition zur Bekämpfung von Antisemitismus. Wie weiter im Kampf gegen Antisemitismus im Fußball? 

Ob als Fangesang in der Kurve, als Aufklebermotiv im Stadion oder körperlicher Angriff auf dem Platz. Auch im Fußball ist Antisemitismus weiterhin regelmäßig anzutreffen. Die von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken verabschiedete Arbeitsdefinition von Antisemitismus liefert eine wertvolle Orientierung, um Antisemitismus zu erkennen, ihn zu definieren und ihn letztendlich zu bekämpfen. Vor diesem Hintergrund übernahmen im Oktober 2020 mit Borussia Dortmund und Tennis Borussia Berlin die ersten beiden deutschen Fußballklubs die IHRA-Arbeitsdefinition. Seitdem folgten weitere Erst- und Zweitligisten diesem Beispiel. Doch was bedeutet die Übernahme der IHRA-Arbeitsdefinition für die Fußballklubs konkret in der Auseinandersetzung mit dem Phänomen Antisemitismus und welche Handlungsmöglichkeiten erwachsen daraus beispielsweise für Fangruppen? Auch soll der Frage nachgegangen werden, welche Anknüpfungspunkte sich im Fußball für antisemitische Haltungen ergeben und weshalb die Anziehungskraft des Antisemitismus bis heute so groß ist?

Darüber werden am 18. März von 18:30 bis 20:00 Uhr Luis Engelhardt (MAKKABI Deutschland), Mona Flaskamp (Assistant Director for Political Affairs des American Jewish Committee Berlin), Ruben Gerczikow (Vizepräsident der European Union of Jewish Students) und Tom Koster (CSR-Ansprechpartner Fortuna Düsseldorf) gemeinsam diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung durch den Publizisten und Fußball/Schiedsrichter-Experten Alex Feuerherdt.

Weitere Informationen und Anmeldung unter dem folgenden Link: https://makkabi.de/wie-weiter-im-kampf-gegen-antisemitismus-im-fussball/
Antisemitische Verschwörungsideologien auf dem Vormarsch

Online-Veranstaltung via Zoom, 23. März 2021 von 18:30 bis 20 Uhr

Die Integrationsagentur ZIVA lädt zu ihrem dritten Vortrag der Reihe "Wissen, was läuft! – Vortragsreihe zu aktuellen Diskriminierungsformen" ein.Der Vortrag behandelt die Entwicklung gängiger Verschwörungsideologien und entsprechender -mythen im Rahmen der Corona-Proteste seit März 2020.Im Vordergrund stehen die Frage, warum Verschwörungsmythen in den meisten Fällen im Kern antisemitisch sind und wie sich teils jahrhundertealte antisemitische Erzählungen bis in unsere Zeit gehalten und entwickelt haben. Darüber hinaus diskutieren wir Interventionsmöglichkeiten und gehen der Frage nach, welche Rezipient*innen von Verschwörungsmythen mittels demokratischem Widerspruch und Aufklärung erreicht werden können.

Der Referent Justin Mantoan ist Mitarbeiter der Integrationsagentur ZIVA und zertifizierte Fachkraft für Rechtsextremismusprävention.

Anmeldungen richten Sie bitte bis zum 22. März an j.mantoan@jg-bochum.de. Die Zugangsdaten werden Ihnen dann im Laufe des 23. März zur Verfügung gestellt.
Der brennende Judas: Antisemitisches Osterbrauchtum in Nordrhein-Westfalen

Online-Veranstaltung via Zoom, 23. März 2021 von 19.00 bis 20.30 Uhr

Als zu Ostern 2019 im polnischen Pruchnik eine Judasfigur mit stereotypisch "jüdischen" Merkmalen wie Hakennase oder orthodoxe Haartracht verbrannt wurde, löste das einen internationalen Skandal aus. Doch existiert ähnliches Brauchtum ebenso in anderen Weltregionen – so auch in Westfalen. Nachdem im letzten Jahr bereits eine regionale Studie zu Judasverbrennungen in Bayern veröffentlicht wurde, nimmt eine Broschüre von SABRA NRW nun die Verbreitung ähnlicher Bräuche in Nordrhein-Westfalen in den Blick. In seinem Vortrag legt der Münchener Historiker Dr. Andreas Rentz, Autor der Broschüre, nicht nur die aktuelle Verbreitung der westfälischen Judasfeuer dar, sondern geht zudem auf ihre Geschichte und Ursprünge ein und erläutert, weshalb jedwede ritualisierte Judasverbrennung antisemitisch ist, selbst wenn sie sich keiner stereotypischen Darstellungen bedient.

Anmeldung unter: https://tinyurl.com/cd2yyans
Eine Anmeldebestätigung mit den Zugangsdaten wird am Veranstaltungstag versendet.
Diskriminierung und Rassismus in Krisenzeiten

Online-Veranstaltung via Zoom, 25. März 2021 von 18:30 bis 20:00 Uhr

Im letzten Vortrag der Reihe "Wissen, was läuft!" freut sich die Integrationsagentur ZIVA, Armin Seif, Integrationsfachkraft des Deutschen Roten Kreuzes, begrüßen zu dürfen. Armin Seif war Direktor bei der Nahost-Stiftung MERI im irakischen Erbil und hat sich in seiner Arbeit auf die Bereiche Demokratisierung und Entwicklung spezialisiert.Im Rahmen der Vortragsereihe referiert er zu den Auswirkungen der derzeitigen Krise auf Rassismus und andere Diskriminierungsformen. Im Anschluss an den Vortrag wird es eine Diskussion zwischen den Referent*innen der Reihe zur Möglichkeit der demokratischen Intervention bei antisemitischen, rassistischen und sonstigen menschenfeindlichen Diskriminierungen geben.

Anmeldungen richten Sie bitte bis zum 23. März 2020 an j.mantoan@jg-bochum.de. Die Zugangsdaten bekommen Sie dann am 25. März zugeschickt.
Impressum:
Kompetenzverbund Antisemitismus
Jüdische Gemeinde Düsseldorf K.d.ö.R.
Paul-Spiegel-Platz 1
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 46 91 20


kv-antisemitismus@mail.de

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